Rusch Büeblä

Schwungvolle Folklore-Stimmung von urchig bis modern

Das Ländlertrio «Rusch-Büeblä» aus Vorderthal im Kanton Schwyz ist ein Geheimtipp für jugendlich frische Folklore-Stimmung mit modernen Elementen. Im Jahr 2010 hatten die damals achtjährigen Zwillinge Cyrill und Simon Rusch am Chränzli des Jodlerchörlis Samstagern ihren ersten grösseren Auftritt. Seither konnten die beiden zusammen mit ihrem Vater Roger an zahlreichen privaten und öffentlichen Anlässen aufspielen. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen und die ambitionierten Musikanten konnten viele musikalische Erfahrungen sammeln.

Im vergangenen Jahrzehnt konnten sich die «Rusch-Büeblä» über die Kantonsgrenzen hinaus einen Namen machen. So durften sie unter anderem auch am Appenzeller Ländlerfest spielen, einem der grössten und bekanntesten Volksmusik-Anlässe der Schweiz. Ihr Debüt-Album «Rusch-Schtimmig – die Erscht» erreichte sogar die Schweizer Alben-Charts.

Das zweite Album der drei Vorderthaler trägt den Titel «Zämästah». «Wir wollen damit unseren Zusammenhalt symbolisieren», erklärt Cyrill. Dass nicht nur die drei Rusch-Männer zusammenhalten, sondern die ganze Familie, zeigt sich darin, dass Schwester Lisa das Foto für das CD-Cover geschossen hat. Mutter Doris ist die starke Frau im Hintergrund, die sich nicht nur ums Wohl der Familie kümmert, sondern auch die CDs verpackt und verschickt. Aufgenommen wurde «Zämästah» bei Philipp Mettler in Siebnen, als Produzenten zeichnen Marcel Zumbrunn und Jakob Baumgartner von Grüezi Music in Altendorf verantwortlich. Zumbrunn hat das Trio auch musikalisch unterstützt. Die CD beinhaltet 19 Titel, ein Grossteil davon sind Eigenkompositionen der Rusch-Zwillinge, die sie Freunden gewidmet haben.

So zum Beispiel der Marsch «Eidgenoss Nötzli Reto», der dem Pfäffiker Schwinger – und Firmgötti von Cyrill – gewidmet ist. Oder die Schnellpolka «Lisa», die Simon für seine Schwester geschrieben hat. «‹Gruss nach Australien› ist entstanden, weil unser Musikkollege Niklaus Hess sieben Monate dort weilte», erklärt Simon. Der Schottisch «Schlummi im Chäller» ist dem inzwischen verstorbenen Sepp Mazenauer gewidmet, der auf dem ersten Album der Rusch-Büeblä chlefelte.

Nebst urchigen Eigenkompositionen sind auf der CD auch moderne Stücke zu hören. Denn Cyrill und Simon spielen nicht nur Schwyzerörgeli und Handorgel, sondern jodeln und singen auch. Vater Roger sorgt am Bass für den Takt. Unter anderem geben die drei das Lied «Verdammt lang her» von Andreas Gabalier zum Besten. «Wenn wir das Lied an unseren Auftritten spielen, sorgt das für Lacher, weil wir davon singen, wie schön die Zeit war, als wir 16 Jahre alt waren», sagen die noch jungen Zwillinge augenzwinkernd. Das Trio wagt sich auch an ein «Hosen-Potpourri» mit Hits der deutschen Punkrocker «Die Toten Hosen». Ebenfalls auf dem Album zu finden ist das Lied «Gränzälos» von Philipp Mettler und seiner Ehefrau Patricia.

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